Der Windenstart
Hier wird kurz ein kompletter Windenstart einschließlich Flug und Landung dokumentiert.
Das Startverfahren ist in der Regel bei uns der Windenstart. Eine zugkräftige Seilwinde, montiert auf einem standfesten LKW, steht an einem Ende der Startbahn und am anderen Ende steht das Segelfugzeug einschließlich Piloten. Beide sind verbunden mit einem rund 1.000 m langen Stahlseil bzw. einem speziellen Kunststoffseil.
Wenn alles bereit ist, der Luftraum über Sprechfunk als frei
erklärt wurde, gibt der Startleiter dem Windenfahrer das
Start-Kommando. Dieser gibt nun Vollgas auf der Winde (nicht das
Fahrzeug fährt sondern die Winde wickelt das Seil auf) und der Segler
wird schwungvoll vorangetrieben. Nach einigen Sekunden zieht der Pilot
am Steuerknüppel, worauf das Flugzeug mit extrem hoher Steigrate in den
Himmel schießt. Nach Erreichen der richtigen Höhe (diese wird auch von
der Seillänge bestimmt) klinkt der Pilot das Seil aus. Das Seil schwebt
an einem kleinen Fallschirm Richtung Boden. Der Pilot sucht nun etwas
Thermik und hat seine fliegerische Freude. Diese fliegerische Freude
kann je nach Thermik einige Minuten bis Stunden dauern.
In der Zwischenzeit hat die restliche Bodenmannschaft Arbeit.
Der Windenfahrer wickelt das Seil komplett wieder auf, ein
Seilrückholer muss das Seil nun wieder, mit Hilfe eines Fahrzeuges, von
der Winde in Richtung Startplatz ziehen.
Währenddessen wird der nächste Segler in die Startposition geschoben. Ist das Seilende wieder am Startplatz wird es eingeklinkt und das nächste Segelfugzeug kann in die Luft. In der Regel arbeiten wir mit einer Doppelseilwinde, so dass zwei Starts erfolgen können, ohne den Seilrückholer nach jedem Start auf Tour schicken zu müssen.
Irgendwann kommt ein Segler auch mal wieder zur Landung. Dieser wird dann mit Hilfe von menschlichen Flügelhaltern und eines PKWs wieder vom Landeplatz zur Startposition zurückgezogen und in die Reihe der Startflugzeuge positioniert.
Wie man leicht feststellen kann ist der Segelflugsport von vielen tatkräftigen Händen abhängig. Dafür sind wir ein Verein ! Jeder macht mal Bodendienst und jeder wird auch fliegen.
Bilder
- Seil einklinken
- Windenfahrer (er bedient die Seilwinde)
- Start (das ca. 1 km lange Seil wird angezogen)
- Im Flug
- Seilrücktransport (zum ca. 1 km entfernten Startplatz)
- Landung
- Zurückziehen zum Startplatz






